Über uns – die Carpetido Story
Jung und modern trifft auf Tradition und Know-How - das beschreibt uns wohl am besten.
Fast jeder kennt diese Erinnerung von früher: Der Perserteppich, den unsere Großeltern einst kauften, oder der während der Kindheit unterm Esstisch lag und einfach zu diesem besonderen Gefühl von Zuhause gehörte. Ob der Geruch der Wolle, die satten Farben oder die weiche und warme Textur des Materials unter den Füßen – dies sind die ersten Dinge, die unsere Kunden und Besucher aufzählen, bevor sie nostalgisch in Erinnerungen von früher schwelgen. Das Familienunternehmen hinter Carpetido begleitet das orientalische Traditionsprodukt bereits seit über 100 Jahren auf seiner Reise in unsere Wohnzimmer.
Mit der Produkteinführung unserer bunten Vintage Design Teppiche machten wir Anfang der 2000er Jahre einen entscheidenden Schritt für unser Unternehmen. Unsere Idee, alte besondere Stücke im Vintage-Stil zu überarbeiten, sie von den traditionellen Farben zu befreien und absolut neu einzufärben, provozierte das tief in Tradition verankerte Design des Perserteppichs, aber sie brachte unsere Kunden seit langer Zeit wieder ins Staunen.
Wer steckt eigentlich hinter Carpetido?
1919
Die Gründung in Persien
Vor über 100 Jahren erhielt unser Gründer, Vater und Großvater Mohammad Reza Mesgarzadeh, ein junger Kaufmann in der bekannten Teppichprovinz Tabriz, die offizielle Genehmigung der persischen Handelskammer zum Teppichexport. Auf diese Lizenz mit der unglaublich frühen Ausstellungsnummer "#2" blicken wir stolz zurück. Damals begann die Reise unserer Herzstücke in Persien und führte noch über Mumbai nach London und von dort weiter in die ganze Welt. Mit steigender Popularität des Teppichs in Europa und Amerika baute er zusätzlich eigene Produktionsstätten auf und betrieb zwischenzeitlich über 1000 eigene Knüpfstühle in Tabriz.
1950
Erstes Zwischenlager in Hamburg
Etliche Jahre später, während des Wirtschaftsaufschwungs der 1950er und 60er Jahre, verschob sich der globale Umschlagplatz für Orientteppiche von London in das Zollfreigebiet der Hamburger Speicherstadt - der weltgrößte und wohl schönste zusammenhängende Lagerhauskomplex. Zu dieser Zeit, Anfang der 1950er, veräußerte das Unternehmen seine Produktionsstätten in Tabriz, um sich künftig auf das erfolgreiche Exportgeschäft direkt aus der Hauptstadt Teheran zu konzentrieren. Mesgarzadeh verließ seine Heimatstadt, um Flächen in Teherans berühmten Bazar zu beziehen. Zeitgleich eröffnete er gemeinsam mit seinem ältesten Sohn unser erstes Zwischenlager in der neuen Teppichhochburg Hamburg, aus dem bereits wenige Jahre später fast alle unserer Handelsaktivitäten stattfanden.
1975
Firmenumzug nach Hamburg
Mit dem ersten Generationswechsel in der Unternehmensführung auf Said Mesgarzadeh verlagerte dieser 1975 auch offiziell die Mesgarzadeh Teppichhandelsgesellschaft nach Hamburg, in das Zentrum ihres Handelns und in den Heimathafen seiner eigenen jungen Familie. Am Standort Teheran fanden weiterhin Einkauf und Produktveredelung statt, bevor die Waren in das Hamburger Lager kamen. Gemeinsam mit seiner Frau und seinen Geschwistern arbeitete er den besonderen Ruf des Unternehmens, die gefragteste Auswahl von morgen schon heute anzubieten, heraus und machte es zu einer der wichtigesten Adressen für internationale Möbel- und Teppichhäuser.
Die Speicherstadt im Umschwung
Mittlerweile sind die goldenen Jahre des klassischen Teppich-, Gewürz- und Kaffeehandels im heute ehemaligen Freihafen eine romantische Erinnerung an frühere Zeiten, weit vor unserem vernetzten und direkten Warenhandel. Auch das orientalische Einrichtungsstück baute einen Abstand zum Stil von heute auf und verlor seine prächtige Bedeutung für viele Haushalte.
Die Veränderungen im Markt beeinflussten nicht nur die Handelsdichte in Hamburg, sondern kündigten auch einen neuen Trend an: Unifarbene helle und schlichte Designs z.B. die der persischen Nomadenvölker, blieben aufgrund ihrer Kombinierbarkeit relevant. Der im Aufwand begründete hohe Preis jedoch passte nicht zur trendbewussten und hoch getakteten Generation, die sich nicht für die nächsten 50 Jahre auf einen Teppich und damit auf einen Stil festlegen wollte. Unter dem Projektnamen Carpetido fassten wir die Erkenntnisse zusammen und entwickelten eine spannende Lösung, die in unseren Augen wirklich perfekt zur hohen Qualität und zum Charakter des Perserteppichs passte.
Es war eine freche Provokation, einfach Vintage-Orientteppiche großflächig abzuscheren, ihre Farben zu entziehen und sie radikal neu einzufärben. Bereits die ersten Resultate zeigten aber schnell das Potential und schufen nicht nur komplett neuen Raum für kreatives Design und Kombinationsvielfalt, sondern erlaubten eine viel kundennähere Preisgestaltung. Die Idee schlug ein und katapultierte den Teppich sofort zurück ins Gespräch.
Ob exklusiv für Einrichtungshäuser oder für unseren eigenen Online-Katalog, Said Mesgarzadeh begleitet weiterhin den Designvorgang hinter jedem Teppich und steht leidenschaftlich zu unserer Überzeugung, dass der Perserteppich genau das sein kann, was wir heute anbieten: ein modernes Designstück.
Unser Carpetido Showroom in der Speicherstadt
Unsere Firma und unser Lager befinden sich im Herzen der Hamburger Speicherstadt. Dies ist seit über 100 Jahren die Heimat des Teppichs in Deutschland und das perfekte Ziel eines Besuchs, wenn Sie mal in Hamburg unterwegs sein sollten. Besuchen Sie uns gerne, wir freuen uns auf Sie!
Unser Unternehmen ist für mich wie Familie, denn es ist meine Familie: Gegründet von meinem Vater, übergeben an seine Kinder und fortgeführt wiederum mit unseren Familien und Kindern kann ich mir keine schönere Arbeit vorstellen. Ich selbst habe mit Teppichen zu tun seitdem ich denken kann. Als kleiner Junge habe ich meinem Vater nach der Schule im Wareneinkauf geholfen, schon damals wusste mein Vater mein gutes Auge für Farbkombinationen und meine Neugier für neue Entwicklungen zu schätzen. Er brachte mir alles bei, was ich heute über Teppiche weiß und schenkte mir großes Vertrauen. Heute sind es meine Kinder, die ihr Wissen aus Technologie, Logistik und Design mit Leidenschaft einbringen.
Said Mesgarzadeh, Geschäftsführer